2012 - ELISABETH SONNECK

 


"SCHWARZ LICHT"




ERÖFFNUNG:
Sonntag, 25. November 2012, 19.00Uhr
DAUER bis 14. Jänner  2013

Mit den Mitteln der Malerei erkundet Elisabeth Sonneck den realen Raum, geht dem wechselseitigen Verhältnis von Raum und Bild nach. Farbflächen verbinden sich, nehmen Anteil, nehmen den Raum, der nun kein jenseitiger mehr ist, in sich auf. Diese Arbeiten in situ sind reflektierter Kommentar zu einer bestimmten, vorgefundenen Raumsituation. Die Malerei, eine Bewegung im Dazwischen, entsteht also stets aus dem Gegenstand, dem Raum, der sie trägt; sie ist eine Figur der Verknüpfung, die die Texturen des Sichtbaren entfaltet: als Doppel von präziser Raumvermessung, die die architektonische Struktur, die Eigenarten und auch Unstimmigkeiten des Ortes aufnimmt, und der intuitiv entwickelten Malerei verschränkt sich die Wahrnehmung zu einer je neuen Raumerfahrung, die das Spezifische des Raumes erst hervor treibt.

Spielregel und Spielraum, Beschränkung und die Unbegrenztheit der Erfahrung treten in ein unauflösbares Wechselspiel, in dem Konstruktion und Intuition, Ordnung und Freiheit, Variation und Konstanz, Ökonomie und Verausgabung in leichtfüßiger Balance sind. Der Raumbezug, immer präzise, ist gleichwohl nie vorgegeben, sondern entfaltet sich aus der jeweiligen Situation: Manchmal entscheiden Raumdetails, die schnell ins Auge springen, manchmal dauert es länger, bis der Raum sich offenbart, mitunter wird seine Geschichte, seine ursprüngliche Nutzung Teil des malerischen Themas.

Textauszug: Dorothée Bauerle-Willert, in: Elisabeth Sonneck – In Farbe, ortsspezifische Malerei 2006-2011, Modo Verlag 2012